50 Jahre im Zeichen der Seenforschung
Seit über 50 Jahren gibt es das Kärntner Institut für Seenforschung. Das Jubiläum wurde am Mittwoch mit einer Schiffsfahrt über den Wörthersee und einzelnen Vorträgen gefeiert.

Das Kärntner Institut für Seenforschung erforscht, überwacht und analysiert den ökologischen Zustand der Kärntner Gewässer. Die größte Veränderung, seitdem es das Institut gibt, sei die Temperatur der Seen. Sie seien im Sommer durchschnittlich um zwei Grad wärmer als noch vor 50 Jahren, sagt Georg Santner, der Leiter des Instituts: „Natürlich setzt uns das zu. Allerdings merken wir derzeit noch nicht in den Analysen, dass dadurch der ökologische Zustand schlechter werden würde.“
Maßnahmen zur Verbesserung der Seen
Der Klimawandel könnte aber Herausforderungen für die Kärntner Gewässer beeinflussen, die das Institut auch in Zukunft beschäftigen würden, so Santner. Etwa den Fischbestand, Schwebealgen oder auch den Wasserhaushalt: „Darüber hinaus gibt es bei manchen Seen eben ökologische Problemstellungen, die wir versuchen zu meistern, auch in Form von Maßnahmen, Vorschlägen, die die Situation verbessern können.“
Diese Maßnahmen werden unter anderem im Kärntner See in Dialog von Experten und Betroffenen besprochen. Genauso wie der Vorstoß der Wirtschaftskammer Kärnten, den Wörthersee von einem natürlichen Wasserkörper zu einem erheblich veränderten Wasserkörper umstufen zu lassen. Santner wollte sich dazu nicht äußern. Er verwies auf die Aussage des Landwirtschaftsministeriums, dass der Vorschlag derzeit kein Thema sei.
Links
KIS - Kärntner Institut für Seenforschung