Kohlmeise am Flug aufs Siegerstockerl
BirdLife Österreich gibt Trendprognose zur Stunde der Wintervögel 2026
Die 17te Stunde der Wintervögel hat vergangenes Wochenende geschlagen und tausende Vogelbegeisterte haben wieder eine Stunde lang die Vögel in unseren Städten und Dörfern gezählt. Eine erste Trendanalyse zeigt (Stand 8. Jänner 2026, 07:00 Uhr): Die Kohlmeise ist erneut auf dem besten Wege, sich den ersten Platz zu sichern, gefolgt von Haussperling und Feldsperling. Nach den bisher vorliegenden Daten haben sich durchschnittlich 29 Vögel in den heimischen, winterlichen Gärten getummelt. Noch bis 14. Jänner können die Meldungen online oder postalisch an BirdLife Österreich übermittelt werden. Das Endergebnis der Stunde der Wintervögel 2026 wird nach Auswertung aller eingelangten Meldungen am 21. Jänner 2026 vorliegen.

Nach Eingang von bisher rund 21.000 Meldungen von etwa 27.700 Teilnehmer:innen (Stand 8. Jänner 2026, 07:00 Uhr) lassen sich erste spannende Trends des größten österreichischen Citizen Science-Projekts erkennen: Die Kohlmeise war voraussichtlich am Zählwochenende der häufigste Vogel im winterlichen Siedlungsraum, gefolgt von Haussperling und Feldsperling. An den Zähltagen ist die Kohlmeise in neun von zehn Gärten geflattert.
Nach den bisher vorliegenden Daten wurden bei der diesjährigen Wintervogelzählung durchschnittlich 29 Vögel pro Garten beobachtet und gezählt. Diese Kennzahl (Vögel pro Garten) ist über die letzten sechs Jahre mehr oder weniger stabil. Im Langzeitvergleich zeigt sich jedoch eine deutliche Abnahme. Während in den ersten sechs Zähljahren noch durchschnittlich um die 40 Vögel pro Garten anwesend waren, sind es in den letzten sechs Jahren nur mehr durchschnittlich um die 30 Vögel je winterlichem Zählort.
Rückgang der gezählten Wintervögel
„Typische Siedlungsvögel verlieren durch die zunehmende Verbauung bzw. Verdichtung des Siedlungsraums sowie naturfern gestaltete Grünräume unserer Städte und Dörfer ihre Lebensräume. Bei Sperlingen, Kohlmeisen und manchen Finkenarten lässt sich eindeutig ein solcher Rückgang feststellen“, so Evelyn Hofer von der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich: „Je weniger heimische Hecken und Bäume, umso weniger Vögel.“
Im Vergleich zum Vorjahr sind darüber hinaus deutlich weniger Vögel aus nördlichen Regionen in die heimischen Siedlungsräume eingeflogen. „Es fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Bergfinken, Kernbeißern und Erlenzeisigen sowie anderen Arten aus nördlichen Ländern statt“, so Hofer.
Beobachtungen weiterhin melden
„Bitte melden Sie uns Ihre Beobachtungen vom Zählwochenende noch bis 14. Jänner 2026 online unter www.birdlife.at oder per Post an BirdLife Österreich, Diefenbachgasse 35/1/6, 1150 Wien (Poststempel 14. Jänner 2026). Wir blicken gespannt auf die finalen Ergebnisse“ freut sich Evelyn Hofer.
Verlautbarung des Endergebnisses
Das Endergebnis der Stunde der Wintervögel 2026 wird nach Auswertung aller eingelangten Meldungen am 21. Jänner 2026 um 8 Uhr per Presseinformation veröffentlicht.
Der jeweils aktuelle Stand der gemeldeten Beobachtungen ist in Echtzeit nachzulesen unter: https://www.stunde-der-wintervoegel.at
Rückfragehinweis
Dr. Susanne Schreiner, Pressesprecherin BirdLife Österreich 1150 Wien, Diefenbachgasse 35/1/6 Mobil: +43 (0) 699 181 555 65 susanne.schreiner@birdlife.at