2. Februar: Weltfeuchtgebietstag
heute ist Weltfeuchtgebietstag …
… weil am 2. Februar vor 55 Jahren in der iranischen Stadt Ramsar das erste internationale Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet wurde. Seit 1971 steht „Ramsar“ nun für den Schutz von Mooren, Feuchtwiesen, Flüssen, Seen und Auen – Lebensräume, die für Biodiversität, Klimaanpassung und Wassersicherheit unverzichtbar sind. Denn Feuchtgebiete zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas und sind zentrale Bausteine für Biotopverbund, Hochwasserschutz und Lebensqualität. Sie zu erhalten und wiederherzustellen, ist keine Option, sondern eine Verpflichtung – für den Schutz der Natur ebenso wie für die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen.

Natur freikaufen – Feuchtgebiete erhalten
Der Naturschutzbund setzt sich in ganz Österreich für den Erhalt und die Wiederherstellung dieser Lebensräume ein – mit fachlicher Expertise und starkem Engagement vor Ort. Durch seine „Naturfreikauf“-Aktion sichert und betreut er naturschutzfachliche wertvolle Flächen. Beinahe 2.250 Lebensräume auf mehr als 17,5 Millionen m² sind inzwischen in seiner Obhut, darunter viele Auwälder, Feucht- und Überschwemmungswiesen, die so dauerhaft vor Zerstörung bewahrt werden. Erst jüngst konnten wir einen artenreichen Feuchtwiesenkomplex in der Schleinitzbachniederung in Niederösterreich freikaufen.
Restauration Law
Mit der EU-Wiederherstellungsverordnung – dem Restauration Law – eröffnet sich nun eine große Chance: Bis zum Herbst müssen Bund und Länder verbindliche Wiederherstellungspläne für unsere Flüsse und deren Auen erarbeiten, abgestimmt zwischen den für Wasserbau und Naturschutz zuständigen Stellen, finanziell abgesichert und transparent umgesetzt.
Wir geben Feuchtgebieten eine Stimme
Auch als Ramsar National Focal Point für Kommunikation wird der Naturschutzbund den Feuchtgebietsschutz weiterhin konstruktiv begleiten – fachlich fundiert, praxisnah und im Dialog mit allen Beteiligten. Denn die Ramsar-Konvention zeigt seit 55 Jahren: Der Schutz von Feuchtgebieten ist kein Luxus, sondern eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.
Quelle
Newsletter | naturschutzbund | Österreich vom 2.2.2026