Artenvielfalt zu wenig bei EU-Agrarreform berücksichtigt

Die EU-UmweltministerInnen haben der Biodiversitätsstrategie 2020 der EU-Kommission zugestimmt. Allerdings fehlten darin Empfehlungen für die Reform der EU-Agrarpolitik, kritisieren Umweltverbände.

So lobte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Beschlüsse des EU-Rates vom 19. Dezember zur Rettung der biologischen Vielfalt als wichtiges Signal für die laufenden Reformen in der Europäischen Union, aber gleichzeitig habe die deutsche Bundesregierung verhindert, dass konkrete Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt in die Reform der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) integriert würden.

Zwar haben sich die UmweltministerInnen der EU-Mitgliedstaaten dafür ausgesprochen, die Landwirtschaft zum Erhalt und Schutz der Biodiversität stärker in die Pflicht zu nehmen, konkrete Empfehlungen, die in früheren Versionen der Schlussfolgerungen standen, seien aber aufgrund des Widerstands Deutschlands nicht verabschiedet worden, kritisierte das European Environmental Bureau (EEB).

Das EEB bemängelte weiters, dass für das Förderprogramm LIFE, das auch zur Bewahrung der Biodiversität dient, lediglich 0,3 Prozent des EU-Haushalts veranschlagt wurden. Im Gegensatz dazu verschlinge das EU-Agrarbudget fast die Hälfte des Haushalts, ohne großen Nutzen für die Allgemeinheit zu haben, sagte der Generalsekretär des EEB, Jeremy Wates. [DNR, red.]

 DNR: Artenvielfalt zu wenig bei EU-Agrarreform berücksichtigt
 Europäisches Umweltbüro
 Schlussfolgerungen des Umweltrates
 NABU

Quelle:  EU-Umweltbüro (Zugriff am 26.12.2011)

Letzte Änderung: 27.12.2011