Ziel ist eine periodische und bundesweit repräsentative Datenerfassung zur Struktur von Landschaften und Biotopen sowie zu deren Artenausstattung als Grundlage für ein Monitoring des Zustands und der Veränderung der „normalen" genutzten Landschaft Deutschlands. Dadurch wird die biologische Vielfalt in den Bereichen Lebensraum - und Artendiversität statistisch messbar und Einflussgrößen können quantifiziert werden.
Die Ökologische Flächenstichprobe wurde in Deutschland im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnung konzipiert und in einer Kooperation des Statistischen Bundesamtes und des Bundesamtes für Naturschutz entwickelt.
Dieses Erhebungsinstrument liefert repräsentative Daten und Indikatoren zur Qualität der Landschaft sowie zur Qualität von Biotopen in Deutschland. Damit werden umfassende und genaue Aussagen zum Zustand der Natur auch in der „Normallandschaft" möglich.
Die beiden Betrachtungsebenen sind: Landschaft und Biotope. Da eine flächendeckende Biotopkartierung nicht finanzierbar ist, werden in einem ersten Schritt jeweils 1 km² große Flächenstichproben gezogen. Luftbildinterpretationen ermöglichen die Zuordnung zu Bodenbedeckungstypen. Geländekartierungen dienen der Unterscheidung von Biotoptypen in den ausgewählten Flächen. Die Entwicklung von Indikatoren zur Beurteilung der Landschaftsqualität (z. B. Biotopvielfalt oder Biotopzerschneidung) und der Biotopqualität (z. B. Hangneigung von Ackerflächen oder Bewirtschaftungsintensität von Grünland) ist Basis für die Landschaftsbeobachtung, die Veränderungen in der Landschaft einschließlich der Bestands- und Strukturveränderungen von Biotopen und Lebensgemeinschaften erfasst.
In einem zweiten Schritt wird das Artenmonitoring bezogen auf Landschaften und Biotope durchgeführt, das die Bestandsentwicklung und Populationsveränderungen wildlebender Pflanzen- und Tierarten erfasst.
Als Vorbereitung für eine geplante bundesweite Erhebung wurde in den Jahren 1995 und 1996 eine Pilotstudie in einem Testgebiet der Agrarlandschaft in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchgeführt. Bisher hat mit Nordrhein-Westfalen ein Bundesland die ökologische Flächenstichprobe voll etabliert, in Saarland wird dieses System derzeit erprobt und in Schleswig-Holstein soll die ökologische Flächenstichprobe demnächst ebenfalls umgesetzt werden.
Für eine Umsetzung in ganz Deutschland (ca. 800 Stichproben) werden die Kosten der ökologischen Flächenstichprobe auf 1,3 Millionen EURO jährlich geschätzt.
Weiterführende Literatur: