Die Wulfenia - eine botanische Kostbarkeit

Die dunkelviolett blühende Pflanze wurde 1779 vom Jesuitenpater und Botaniker Franz Xaver Freiherr von Wulfen entdeckt. Der berühmte Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin (1727 bis 1817) beschrieb die Pflanze das erste Mal. Er gab ihr den Namen Wulfenia carinthiaca.

Die Wulfenia wächst lediglich rund um den Gartnerkofel. Dieser liegt im Grenzgebiet von Kärnten und Italien. Das Vorkommensgebiet ist nur etwa 10 km² groß. Die österreichischen Fundorte liegen auf der Garnitzenalm, der Nassfelderalm, der Kühwegeralm sowie auf der Egger-Alm. Auf italienischer Seite wächst die Wulfenia auf der Auernigalm und der Zirkelalm. 

Die Wulfenia ist eine sommergrüne Rosettenpflanze. Die Art wird 20 bis 40 cm hoch und blüht Ende Juni bis Juli. Durch ihre alten Blätter, die den Winter unter der Schneedecke überdauern, hat die Wulfenia im Frühjahr einen gewissen Entwicklungsvorsprung gegenüber anderen Pflanzenarten. Die Wulfenia kommt meistens in Hochstaudenfluren und Weiderasen vor.

Die Art aufgrund ihres sehr kleinen Verbreitungsgebietes gefährdet. Einzelne Bestände der Wulfenia sind durch Bau und Betrieb von Wintersportanlagen sowie durch Aufgabe oder Intenisivierung der Almwirtschaft gefährdet. Eine konkrete Gefährdung ist allerdings durch den strengen Schutzstatus und den weiten Bekanntheitsgrad der Art wohl nicht gegeben.

Letzte Änderung: 26.02.2008