
Den weltweiten Klimawandel registrieren nicht nur wir Menschen. Pflanzen reagieren besonders sensibel auf die steigenden Temperaturen. Weltweit ist die Durchschnittstemperatur in den letzten hundert Jahren um etwa 0,7 Grad gestiegen, in Österreich sogar zwischen 1,8 und 2 Grad.
Die Klimaerwärmung hat dazu geführt, dass Arten, die in tieferen Lagen beheimatet waren, jetzt stark in höhere Lagen drängen. Dies betrifft vor allem die Vegetation im alpinen Bereich. Diese Entwicklung konnten österreichische ForscherInnen aufzeigen.
Seit mehr als zehn Jahren beobachten ForscherInnen der Universität Wien an ausgewählten Alpengipfeln, inwieweit sich bestimmte Pflanzenarten aufgrund der steigenden Temperaturen in höheren Regionen ansiedeln. Es zeigte sich, dass ein Großteil der Alpenflora betroffen ist. Z. B. lässt sich beim Edelweiß deutlich beobachten, dass es weiter nach oben wandert.
Das Problem liegt darin begründet, dass die Verlagerung des Verbreitungsgebietes in höhere Lagen durch die maximale Berghöhe begrenzt ist, ein Höher-Wandern ist ausgeschlossen. Das gilt natürlich auch für zahlreiche Tierarten. In weiterer Folge kann es dann zum Aussterben solcher Arten kommen.