Unsere Erde ist massiven ökologischen Veränderungen unterworfen. Sieht man sich diese Veränderungen und deren prognostizierte Entwicklung genauer an, dann muss man sich um die Zukunft unserer Erde ernsthaft Sorgen machen. Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung soll dieser negativen Entwicklung entgegen wirken.
Die Definition für nachhaltige Entwicklung im Brundtland-Report (UNO Weltkommission für Umwelt und Entwicklung) lautet:
"Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs."
Unter nachhaltiger Entwicklung verstehen wir eine Entwicklung, die den Bedürfnissen gegenwärtiger Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.
In dieser Definition wird deutlich, dass es sich um ein neues ethisches Prinzip handelt. Das Prinzip verweist sowohl räumlich (weltweit) als auch zeitlich (für künftige Generationen) auf einen Abgleich von Möglichkeiten und Bedürfnissen.
Viele menschliche Aktivitäten sind leider nicht nachhaltig. Wir entnehmen noch immer wesentlich mehr Ressourcen aus unserer Umwelt, als wieder gebildet werden. In letzter Zeit machen Umweltorganisationen beispielsweise verstärkt darauf aufmerksam, dass wir mehr Fische aus den Meeren fangen, als wieder heranwachsen können. Wir holzen Regenwälder großflächig ab, obwohl der ungeschützte Boden dann bei starken Regenfällen weggeschwemmt wird. Monokulturen begünstigen die epidemieartige Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen. Für die Errichtung von Gebäuden, Autobahnen, Betriebsflächen etc. versiegeln wir immer mehr Flächen. In Österreich gehen täglich rund 11,5 Hektar verloren!