
Korallen gehören zur Gruppe der Nesseltiere. Ihr Körper ist länglich und hohl, an einer Seite ist der Schlund für die Nahrungsaufnahme, durch den das Tier auch Abfallstoffe ausscheidet. Um ihn herum befindet sich ein Ring aus Tentakeln, mit denen die Korallen nachts ihre Nahrung fangen. Die meisten Korallen brauchen zum Überleben so genannte Zooxanthellen. Das sind Algen, die sich in der Außenhaut des Polypen ansiedeln.
Alge und Polyp leben in einer Symbiose. Dies ist eine biologischen Zweckgemeinschaft, die beiden Partnern von Nutzen ist. Die Zooxanthellen sind einfache, einzellige Lebensformen. Sie betreiben, angetrieben durch das Sonnenlicht, Photosynthese und verarbeiten das vom Polypen ausgeschiedene Kohlendioxid in Sauerstoff und Glukose, die wiederum der Polyp zum Überleben braucht. Im Austausch erhalten die Zooxanthellen vom Polypen lebenswichtige Nährstoffe.
Die Seeanemonen gehören wie die Korallen zur Gruppe der Nesseltiere. Es sind meist skelettfreie Polypen. Die Tentakeln können verschiedene Formen haben: lang und glatt, mit Blasen, verästelt, mit keulenförmigen Anhängseln. Seeanemonen ziehen sich bei Belästigung in eine Felsspalte zurück und können sogar langsam den Standort wechseln.
Seeanemonen machen Korallenriffe zu einem farbenprächtigen Unterwasserparadies. Angeschmiegt an die Nesselzellen der Seeanemonen leben die leuchtend orange-weiß gefärbten Clownfische. Sie halten sich zwischen den mit Nesselzellen bewehrten Fangarmen der Anemonen auf, ohne dass ihnen deren Nesseln schaden. Hier sind die Fische optimal geschützt. Dafür verteidigen sie die Anemone todesmutig, auch gegen weit aus größere Eindringlinge. So wird die Partnerschaft zu einer echten Symbiose, die beiden Tieren Vorteile bringt.