
Beim Distelverein arbeiten Bauern, Jäger und Naturschützer zusammen und lösen gemeinsam ökologische Probleme. Anstelle von Überschussgütern, die ohne Rücksicht auf Landschaft, Wasser und Boden gewonnen werden, wollen sie die naturnahe Landschaft fördern.
Die nachhaltige Entwicklung der March-Thaya-Region liegt den Mitgliedern und Unterstützern des Distelvereins besonders am Herzen. Am Beginn ihrer Tätigkeit (1987) stand der Schutz der Feuchtwiesen im Mittelpunkt. Mit dem Verschwinden der Viehwirtschaft wurden immer mehr Wiesen nutzlos. Sie wurden umgeackert und aufgeforstet, und gingen damit als Lebensräume für eine bemerkenswerte Tier- und Pflanzenwelt verloren. Flussregulierungen störten die Auendynamik, die March-Thaya-Auen drohten auszutrocknen. Großprojekte wie überdimensionierte Straßenbrücken oder der Bau des Donau-Oder-Kanals bedrohen (bis heute!) diesen international bedeutenden Naturraum.
Gemeinsam mit ExpertInnen der Region und WissenschafterInnen wurde ein ökologisches Leitbild formuliert und ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Blühende Biotope wurden zwischen den Felder angelegt, Wald- und Wegraine zum Refugium bedrängter Pflanzen und Tiere gestaltet, Altarme wurden wieder mit der March, dem Hauptfluss, verbunden.