ARCHE NOAH – Rettung für gefährdete Kulturpflanzen

Foto: Umweltbundesamt/Maria Deweis
Arche Noah Schaugarten.

Die Vielfalt von Kulturpflanzen und Nutztieren entwickelte der Mensch durch deren Nutzung, Züchtung und Auslese über Jahrtausende hinweg. Bauern und Bäuerinnen entdeckten ertragreiches Getreide, feines Gemüse, scharfe Gewürze und süßes Obst und verfolgten durch Zuchtwahl das Ziel, gewünschte Eigenschaften von Individuen durch Kreuzung herauszubilden oder ungewünschte Merkmale möglichst zum Verschwinden zu bringen. Dadurch entstanden neue Pflanzensorten. Ein erwünschtes Merkmal ist z. B. Trockenresistenz, die u. a. bei Hirse-Sorten ganz gezielt heraus-selektioniert wurde, um die „neuen" Pflanzen an regenarme Klimate anzupassen.

Mit der zunehmenden Industrialisierung und Rationalisierung ging ein großer Teil dieser alten Obst- und Gemüsesorten verloren. Wer kennt heute noch den Roten Winter-Himbeerapfel oder die Schneiderbirne? In der letzten Zeit werden regionale Spezialitäten jedoch immer beliebter. Alte Gemüsesorten werden wieder neu entdeckt, wie beispielsweise Gemüsemalve, Gartenmelde, Gemüseamaranth oder Wilde Rauke.

Foto: Maria Deweis

Die ARCHE NOAH hat sich das Ziel gesetzt, gefährdete Kulturpflanzen zu erhalten.

Der österreichische Verein sammelt das Wissen über Anbau, Nutzung und Vermehrung gefährdeter Kulturpflanzen und gibt es an Interessierte weiter. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit betreiben die Mitglieder der Arche Noah  Bewusstseinsbildung bei ProduzentInnen, KonsumentInnen und EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft.

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Letzte Änderung: 20.02.2008