Ökosystemleistungen

Die biologische Vielfalt ist für unzählige Leistungen der Natur verantwortlich. Diese Fähigkeit von Ökosystemen einen nachhaltigen Fluss an Ökosystemleistungen aufrecht zu erhalten, ist hochgradig vom Ausmaß deren biologischer Vielfalt abhängig.

Es gibt mehrere Gründe, warum Artenvielfalt die Produktivität von Ökosystemen beeinflusst:

  • Umso artenreicher ein Ökosystem ist, desto wahrscheinlicher ist auch das Auftreten von einer oder mehreren besonders produktiven Arten, die die Funktionalität eines Ökosystems stark beeinflussen. Eine größere Arten-Diversität führt zu einem größeren Biodiversitätspotential.
  • Unterschiedliche Arten nutzen die vorhandenen Ressourcen in einem Ökosystem besser aus und heben somit die Bioproduktivität in diesem Ökosystem.
  • Zusätzlich sind Ökosysteme mit einer höheren Artendichte stabiler, da sie resistenter gegen Störungen sind. Dies beruht auch darauf, dass für den Energiefluss und den Nährstoffkreislauf im Ökosystem mehrere alternative Wege zur Verfügung stehen. 

Die Bedeutung dieser Naturleistungen für den Menschen tritt in vielen Bereichen zutage. Beispiele für Ökosystemleistungen, die einen großen Beitrag zur Wohlfahrt der Menschen leisten, sind:

  • Regulation des Wasserhaushalts und der Trinkwasserversorgung
  • Klimaregulation
  • Schutz vor natürlichen Extremereignissen (Hochwässer, Lawinen, Hangrutschungen)
  • Bodenbildung
  • Eindämmung von Krankheiten und Schadorganismen
  • Bestäubung von Blütenpflanzen
  • Natürliche Schädlingskontrolle
  • Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und biochemischen wie auch pharmazeutischen Stoffen
  • Förderung der menschlichen Regeneration und Identifikation

 

Weiterführende Literatur:

Economic and environmental benefits of biodiversity (Pimentel et al. 1997) 

The economic value of ecological services provided by insects (Losey et al. 2006)

Dung beetle benefits in the pasture ecosystem (Thomas 2001) 

Nature services (Daily ed. 1997) 

The value of the world´s ecosystem services and natural capital (Costanza et al. 1997)

Letzte Änderung: 12.01.2011