Invasive gebietsfremde Arten in Österreich

Foto: Beate Koller
Das Traubenkraut („Ragweed") ist bei Pollenallergikern gefürchtet.

Gebietsfremde Arten werden auch als "Neobiota" bezeichnet. Der Begriff fasst alle nach 1492 (Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus!) unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen nach Österreich gelangten Organismen zusammen.

Manche dieser „neuen" Arten können einheimische Arten verdrängen, Struktur und Funktion von Ökosystemen nachhaltig verändern und große wirtschaftliche und medizinische Probleme verursachen.

Für den Naturschutz problematisch sind u. a. Götterbaum, Drüsenspringkraut und Riesen-Goldrute, weil sie in naturnahe Lebensräume eindringen und deren Artbestand mehr oder weniger massiv verändern. Das Traubenkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika. Es ist unter dem Namen „Ragweed" vor allem Pollenallergikern in Ostösterreich bekannt. Seine Pollen lösen im schlimmsten Fall bei Allergikern Asthma aus!

Auch die Spanische Wegschnecke verbreitet sich immer mehr. Sie ist für den Rückgang einheimischer Schnecken verantwortlich. Diese rot-braune, bis 18cm(!) große Schneckenart versetzt alle Gärtner in Schrecken. Sie ist nämlich sehr mobil und frisst fast alle Pflanzen. Zudem machen ihr Austrocknung und Licht kaum etwas aus.

Letzte Änderung: 12.04.2010