Arten des Jahres 2010

Ein Kormoran beim Trocknen seiner Flügel.
Kormoran

Der Kormoran - Vogel des Jahres 2010

Die 80 bis 100 Zentimeter großen und zwischen zwei bis drei Kilo schweren Vögel fangen bevorzugt Fische, die sie ohne großen Aufwand erbeuten können – sie sind Nahrungsopportunisten. Darum stehen vor allem häufige und wirtschaftlich unbedeutende „Weißfische“ wie Rotaugen, Brachsen und andere Kleinfische auf ihrem Speiseplan, die besonders in nährstoffreichen Gewässern in großen Mengen vorkommen. „Edelfische“ wie Felchen oder Äschen machen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge nur geringe Anteile ihrer Nahrung aus.

Jahrzehntelang war der Kormoran (Phalacrocorax carbo) in Österreich fast verschwunden - das Ergebnis intensiver Verfolgung. Erst der konsequente Schutz durch die EU-Vogelschutzrichtlinie  brachte eine Erholung der Kormoranbestände. In Österreich überwintern 4.000 bis 4.500 Tiere, wobei 60 Prozent entlang der Donau zu finden sind.

Die Wahl zum Vogel des Jahres soll deutlich machen, dass sich BirdLife offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzt. Der Fisch fressende schwarze Vogel mit den edelsteingrünen Augen wird wieder gejagt und vertrieben – obwohl er erst vor wenigen Jahren an die heimischen Gewässer zurückgekehrt ist.

 http://www.birdlife.at/presse/index.html#20091009

 http://www.birdlife.at

 http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/2010-kormoran/

 

Die Vogelkirsche - Baum des Jahres 2010

Die Vogelkirsche ist die Wildform der Süß-Kirsche. Die Früchte können sich im Geschmack beträchtlich unterscheiden: süß bis bitter. Der wissenschaftlicher Artname der Wildkirsche "Prunus avium" geht auf die Vorliebe der Vögel (lat.: Avis) für die kleinen Früchte zurück.

Die Kirschkerne werden heute wie einst aufgehoben: in Leinenbeutel eingenäht und über dem Ofen aufgewärmt, dienen sie als Wärmekissen. Das rötlich-braune Holz ist für die Tischlerei von Nutzen. Wie im Zeitalter des Biedermeier gewinnt das Holz heute wieder an Bedeutung.

Die Vogelkirsche wurde zum „Baum des Jahres 2010“ ernannt. Bei der Proklamation wies Dr. Silvius Wodarz , Präsident der Stiftung Menschen für Bäume , darauf hin, dass die Vogelkirsche seit Jahrtausenden ein Begleiter des Menschen sei.

 http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/naturdesjahres/2010/11655.html

 

Der Ameisenlöwe - Insekt des Jahres 2010

Ameisenlöwen leben auf sonnigen und trockenen Standorten. Sie sind Insektenlarven der Ameisenjungfern und gehören zur Odnung der "Netzflügler". Der Gewöhnliche Ameisenlöwe (Myrmeleon fomicarius)  ist 3 bis 17 mm lang und ein perfekter Fallensteller. Er gräbt Trichter in den sandigen Boden und wartet dann tagelang regungslos, bis eine Ameise über den Rand seiner Sandfalle läuft.  Am Boden des Trichtes lauert der Ameisenlöwe, der die Beute mit seinen großen Zangen fasst und in die Tiefe zieht.

Unter den mindestens 6.000 weltweit vorkommenden Netzflüglerarten sind die Ameisenlöwen mit nahezu 2.000 Arten die artenreichste Familien. In Mitteleuropa gibt es 17 Ameisenlöwenarten, wovon aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lediglich 9 Arten bekannt sind und nur 4 Arten Trichter bauen.

Die "Insekten des Jahres" machen seit 1999 auf die weltweit artenreichste Gruppe von Tieren aufmerksam. Nach Angaben des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen, des Julius-Kühn-Instituts, soll damit auf eine Tiergruppe hingewiesen werden, die in der Bevölkerung "häufig nur als lästig" und nur in wenigen Fällen als schön empfunden wird.

 http://www.jki.bund.de > Presse > Insekt des Jahres

 http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/naturdesjahres/2010/11781.html

 

Gartenkreuzspinne
Gartenkreuzspinne.

Die Gartenkreuzspinne - Spinne des Jahres 2010

Die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus Clerck, 1758) ist wohl eine der bekanntesten Spinnenarten. Sie weist immer die charakteristische namengebende Kreuzzeichnung am Hinterleib auf. Die Färbung ist variabel und reicht von gelblich über rötlich bis hin zu mannigfaltigen Braun-Variationen. Die Gartenkreuzspinne baut ihr großes kreisförmiges Radnetz meist in Bodennähe oder an den unteren Zweigen von Bäumen und Sträuchern. Die Gartenkreuzspinne besiedelt unterschiedliche Lebensräume, von Waldrändern über Wiesen bis hin zu unseren Gärten. In ihrem Netz verfangen sich Fliegen, Mücken und andere Insekten.

Mit der Wahl der Spinne des Jahres wird auf eine Tiergruppe hingewiesen, die bei den meisten Menschen nur ein Schaudern hervorruft. Dabei sind Spinnen völlig harmlos. Sie sind im Gegenteil sogar sehr nützlich, da sie dazu beitragen, Lästlinge wie Mücken, aber auch Schädlinge auf dem Acker, im Garten und Forst zu reduzieren.

Im Hause machen Spinnen meistens Bekanntschaft mit dem Staubsauger, was wirklich schade ist. Spinnen sollte man vorsichtig mit einem Glas überstülpen, dann ein Blatt Papier vorsichtig unter das Glas schieben, um dann die Spinne durch das Fenster in die Natur zu entlassen.

  http://www.arages.de/sdj/sdj_10.php

 http://www.jki.bund.de > Presse > Spinne des Jahres

Letzte Änderung: 07.12.2009