Schweizer Aktionsplan zur Konservierung pflanzengenetischer Ressourcen

Seit einigen Jahren finanziert das Bundesamt für Landwirtschaft Projekte zur Erhaltung, Beschreibung und Bewertung der genetischen Ressourcen von Nutzpflanzen im Rahmen des nationalen Aktionsplans zur Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Anbau. Die Sorten müssen bestimmte Kriterien erfüllen, bevor sie in die Genbank gelangen: Sorten mit Ursprung in der Schweiz oder Sorten, die für die Schweiz von besonderer Bedeutung waren, werden ausgewählt.

Viele dieser Sorten werden von privaten Organisationen aufbewahrt. Die Sorten, die sich über Samen vermehren, werden direkt in die nationale Genbank aufgenommen. Sorten mit vegetativer Vermehrung, etwa Obstbäume, Beeren, Kleinfrüchte oder Reben, werden weiterhin von verschiedenen Organisationen konserviert, sind aber offiziell Teil der nationalen Genbank. Das bedeutet, dass die nationale Genbank aktuell über 23.000 Sorten umfasst.

Die nationale Genbank von Agroscope ACW

Die Genbank der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW umfasst derzeit das Saatgut von fast 12.000 Sorten unterschiedlicher Nutzpflanzenarten, u.a. Saatgut von Getreide, Gemüse, Futterpflanzen und Soja. Die Anzahl der Sorten in der Genbank von ACW wirkt bescheiden im Vergleich zu den über sieben Millionen konservierten Sorten in über 1.500 Genbanken weltweit. Allerdings sind schätzungsweise 50% dieser Sorten Duplikate.

Die Konservierung erfolgt auf unterschiedliche Weise: Die Rebsorten etwa werden im Weinberg als Pflanzen, die Kartoffeln aber in vitro konserviert.

Quelle:  Schweizerische Eidgenossenschaft  (Zugriff am 7.12.2010)

Letzte Änderung: 07.12.2010