
Hausgärten lassen sich durch ihre Pflanzenvielfalt auf kleinem Raum definieren, ihre Nähe zum Haus, ihre Funktion als Nahrungsquelle, ihre Mulitfunktionalität als ästhetische und soziale Räume sowie als Orte der Erholung. Ebenso dienen sie aber auch zu unserer Versorgung mit frischen Gewürzen und Heilpflanzen.
Hausgärten sind Teil unseres kulturellen Erbes. Sie sind ein biologisch-genetischer Schatz. Die Erhaltung gärtnerischer Kulturpflanzen ist für die Attraktivität von Orten und Regionen von Bedeutung. Hausgärten sind aber auch für Naturerfahrung und Naturerleben von großer Bedeutung.
Viele Pflanzen, die in Hausgärten kultiviert werden, sind traditionelle Arten und Sorten. Dazu zählen auch so genannte Landsorten. Das sind jene Arten, die sich über Jahrzehnte lokal oder regional entwickelt haben. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Wechselwirkung mit der Umwelt entstanden sind. Ihre genetische Vielfalt ist meist größer, als jene von Zuchtsorten.
Auszug aus:
Prsitvnik, M. (2007): Frauen, Hausgärten und Biodiversität. Erfahrung und Wissen wachsen im Garten. Ein Plädoyer für mehr Vielfalt in der Biodiversitätsforschung. Natur & Land, 93. Jg. Heft 1/2: 13-18.